Ortsverband Groß-Umstadt
Jetzt spenden Mitglied werden

Unsere Aktivitäten im Jahr 2025

 Streuobstwiese: Unser öffentlicher Schnittkurs zusammen mit der Raibacher Orts-AG am 1. Februar war gut besucht. In den folgenden Wochen standen die üblichen Frühjahrsarbeiten an. Wildschweine gingen Ende Mai auf der Suche nach Würmern, Schnecken und Käfern systematisch von einer Baumscheibe zur anderen, warfen das Material auseinander und machten gründlich Unordnung. Im Herbst gab es eine überreiche Ernte, da es im Juli endlich gut regnete. In Raibach fielen ähnlich wie in Hessen von Februar bis Juni mit 150 mm nur die Hälfte der Niederschläge. Die Temperatur lag in Hessen im Vegetationsjahr (von Okt. 2024 bis Sept. 2025) mit 10,1oC 1,9oC über der internationalen Vergleichsperiode 1961-1991; alle Monate waren deutlich wärmer. 

Im Herbst betreuten wir eine Schülerin bei ihrer inhaltsreichen Hausarbeit und Präsentation über Streuobstwiesen in der Schule.

Recourcen: Bei unserer Fahrradbörse am 3. März gab es weniger Angebote, besonders bei den Kinderrädern. Wir spüren den Internethandel und beobachten die weitere Entwicklung. Wie sonst wechselte gut die Hälfte des Angebots den Besitzer. 

Unser Flohmarkt am 21. Juni ist wieder gut gelaufen. Die Besucher und wir waren mit dem Wetter und dem Ablauf sehr zufrieden.

Radfahren: Beim Stadtradeln Ende Mai erreichten wir nur knapp 2600 km, die wir in diesem Jahr wieder auf altes Niveau steigern wollen. Schließen Sie sich 2026 unserer Gruppe an! Den Zeitraum schreiben wir auf unsere Internetseite.

Zwar wurde eine Nord-Süd-Route in Groß-Umstadt mit Interessenten abgefahren und diskutiert, Fortschritte gab es beim städtischen Radverkehrskonzept jedoch nicht.

Exkursion: Im Mai boten wir eine Exkursion nach Schaafheim an, wo uns Sabine Schwöbel-Lehmann die neu angelegte Sandgrube Richtung Ortsrand sowie auf einer Karte die Erweiterungsabsichten der Abbaufirma bis zur Gemarkungsgrenze zeigte.

Unsere öffentlich angebotene Führung im Semder Kompostwerk am 6. Juni war gut besucht. Der Leiter demonstrierte und erklärte zusammen mit Wolfgang Krause, dem Projektierer der Kompostwerke im Kreis, wie Grünabfall zu neuer Humuserde und einem verkaufsfähigen Produkt wird.

Müll: Müll sammeln macht zwar keinen Spaß, aber wir befreiten dennoch einen Bach von den Attributen unserer Wohlstandsgesellschaft und wollen das dieses Jahr wiederholen.

Eines unserer gestifteten Schilder „Unbeliebte Waldbewohner“ hat der Förster inzwischen am Waldparkplatz am „Heinrich“ aufstellen lassen.

PV-Anlage. Mitte des Jahres haben wir unsere PV-Anlage auf dem Dach der Stadthalle der Stadt kostenlos übereignet. Unser Ziel ist damit erreicht: Auf dem Dach wurde seit 20 Jahren und wird weiterhin Strom produziert. Wir haben eine Anlage, die die Stadt nicht selbst gebaut hätte, zugunsten von Umwelt und Stadt initiiert, finanziert und über Jahre begleitet. So gesehen, ist es ein Vorläuferprojekt der Energiegenossenschaft Groß-Umstadt, die 2025 gegründet, zunächst auch städtische Projekte entwickelt und finanziert. Wir halten solche Initiativen für wichtig und sind daher der EGU nach ihrem Start in diesem Jahr beigetreten.

Der BUND Darmstadt hat sein Zentrum für Stadtnatur im Orangerie-Garten errichtet. Die PV-Anlage auf dem Flachdach haben wir finanziert. Die 36 Module mit je 430 W und mit 3-phasigem Wechselrichter (12 kW) produzieren seit 2025 Strom. Den Überschuss speichert die Lithium-Batterie (15,4 kW) oder er geht ins Netz.

Lichtleitlinie: Wir freuen uns, dass unser mit der Stadt abgestimmter Entwurf einer Lichtleitlinie für Groß-Umstadt am 22. Mai von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde. Die Regelungen werden bereits in die Entwürfe neuer Planungen aufgenommen.

Beteiligung: Für Stellungnahmen im Namen des Landesverbandes zu Bebauungsplänen, Freiflächen-PV-Anlagen, Naturschutzfragen und dem Regionalen Raumordnungsplan sind viele Seiten zu lesen. Es sind vorausschauende Anregungen, die wir beitragen und die teilweise in die Planungen übernommen werden. Beim Raumordnungsplan, der Planungsträgern für 10 Jahre den Rahmen setzt, wendeten wir uns gegen den übermäßigen Flächenverbrauch von 30 ha (300 000 m²) bester landwirtschaftlicher Böden für Siedlung, Industrie und Gewerbe in Groß-Umstadt. Zwei Jahrzehnte fortgesetzt, würde er der Fläche der Stadtentwicklung in mehr als 1000 Jahren Stadtgeschichte entsprechen. Wie lange können wir es uns leisten, so viel Fläche zu verbrauchen?

Sandabbau: Obwohl sie an der Straße nach Dudenhofen seit 2022 eine Fläche von 25 ha auskiest, möchte sie zusätzlich ihre bisherige Sandgrube um weitere 15 ha erweitern. Gemeinsam mit der Stadt Babenhausen wehrt sich der BUND dagegen (Beitrag der Hessenschau heute am 11.2.2025).

Der Entwurf des Regionalen Raumordnungsplanes räumt im Raum Babenhausen auf 70 ha dem Abbau von Sand und Kiesweitere den Vorrang vor anderen Nutzungen ein. In seiner Stellungnahme dazu sieht der BUND einen Verstoß gegen die Verpflichtung des Baugesetzbuches zu sparsamem Flächenverbrauch und zudem die Nachhaltigkeit verletzt, indem die Nutzungsmöglichkeiten künftiger Generationen jetzige schnelle Ausbeutung übermäßig eingeschränkt werden. 

Der Film „Knirschendes Gold - Kies frisst Wald“ wurde inzwischen deutschlandweit mehr als 20-mal ausgeliehen.