Ortsverband Groß-Umstadt

BUND stellt Radwegekonzept für Groß-Umstadt vor

20. April 2021 | BUND, Energiewende, Mobilität

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. hat Mitte Februar sein Radwegekonzept der Stadtverwaltung vorgestellt. Es wurde mit Interesse entgegengenommen. Die Grundzüge des Konzeptes sind:

Fahrradfahren

  • spart Energie
  • vermeidet Lärm und Feinstaub
  • fördert Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden

Für den Bund für Umwelt- und Naturschutz e.V. (BUND) ist der Radverkehr auf örtlicher und überörtlicher Ebene Teil eines zukunftsfähigen Verkehrskonzepts. Da in Groß-Umstadt erheblicher Handlungsbedarf besteht und es gegenüber dem bisher diskutierten Konzept der Hochschule Darmstadt Verbesserungsmöglichkeiten gibt, hat der BUND ein eigenes Radverkehrskonzept entwickelt. Ihm liegen folgende Überlegungen zugrunde:

  • Alle Stadtteile werden an die Kernstadt und die umliegenden Kommunen angeschlossen. Dies steht bekanntermaßen für den Stadtteil Raibach seit langem aus.
  • In der Kernstadt werden

  1. bestehende Straßen genutzt
  2. Hauptverkehrsstraßen möglichst gemieden
  3. Zentrale Orte eingebunden
  4. technische Baumaßnahmen minimiert und dadurch CO2 eingespart
  5. Markierungen auf der Fahrbahn und schlüssige Beschilderung favorisiert

Das Radverkehrskonzept für die Kernstadt basiert auf

  • 3 Korridoren in Ost/West-Richtung
  • 3 Korridoren in Nord/Süd-Richtung
  • ergänzenden Anbindungen an die Korridore

 

Vorteile des Radwegekonzeptes sind

  • eine zügige und kostengünstige Umsetzung
  • die Trennung von Radwegen und Hauptverkehrsstraßen
  • mehr Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer
  • geringere Belastung der Radfahrer durch Autoabgase
  • vereinfachte Planung und klare Zuständigkeit durch Konzentration auf kommunale Straßen

Der BUND hält es für angebracht, dass die Stadt

  • bis 30.09.2021 die Korridore sachlich und terminlich verbindlich festlegt
  • die notwendigen Finanzmittel termingerecht zur Verfügung stellt
  • Radfahrer bei der Planung der Einzelmaßnahmen beteiligt
  • das Radverkehrskonzept in die Maßnahmenplanung in der Steinschönauer Straße und im Bebauungsplan Nordspange einbezieht
  • alle Maßnahmen bis Ende 2024 umsetzt

 

 

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